Mittendrin im Rieselfeld – oder?
Neu im BIV ist der AK Inklusion. Er setzt sich dafür ein, dass alle Menschen – mit und ohne Behinderung – am öffentlichen Leben und am Gemeinwesen in unserem Stadtteil teilhaben können. Das heißt: Wo das noch nicht geht, wollen wir möglichst überall dafür die Voraussetzungen schaffen (lassen). Der AK freut sich über Tipps, Ideen, Hinweise und weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter.
Wenn alle dazu gehören, dann spricht man von „Inklusion“. Das ist der zentrale Begriff der UN-Behindertenrechtsresolution, die für Deutschland seit einem Jahr bindend ist. Inklusion besagt, dass jeder Mensch dort ausgebildet wird, arbeiten darf und seinen Freizeitaktivitäten nachgehen können soll, wo er auch lebt. Diese sogenannte „gesellschaftliche Teilhabe“ gilt für alle Menschen.
Die UN-Behindertenrechtsresolution führt dazu, dass sich endlich auch in Baden-Württemberg - zum Beispiel in den Schulen - etwas bewegt.
Der AK Inklusion setzt sich zum Beispiel für Inklusion in mehr Kindertagesstätten im Stadtteil und in der Grundschule ein, für eine Erweiterung des Angebots am Mundenhof. Wir wollen die Kinder- und Jugendarbeit und die Freizeitangebote für alle stärken.
Erwachsene Menschen mit Behinderungen sind oft angewiesen auf technische oder organisatorische Voraussetzungen für eine Teilhabe. Auch hier sind wir für Hinweise dankbar.
Sprecherin des neuen Arbeitskreises ist Carola Seidl, Telefon 766 2204, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Neu:
Der AK Inklusion des Bürgerinnenvereins(BIV) bewirtschaftet ab jetzt jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat das Café im Glashaus.
Der AK Inklusion ist ein Arbeitskreis, der sich aus Menschen mit Handicap, Eltern von behinderten Kindern und Nichtbehinderten zusammensetzt.
Wir wollen, dass sich Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung begegnen, den Stadtteil und seine Angebote - Sportvereine, Kultur, Kirche und auch Schule - gemeinsam nutzen können und bereichern.
Es ist wichtig, dass wir unsere gegenseitige Scheu verlieren und, so wie Kinder uns das oft vorleben, unbefangen miteinander umgehen lernen.
Das Stadtteil Café im Glashaus ist für viele Rieselfelder schon zum festen wöchentlichen Treffpunkt geworden. Es herrscht eine offene Atmosphäre und jeder ist willkommen. Die Backgruppe des Glashauses versorgt das Café mit einem vielseitigen Kuchenangebot, das es sich zu probieren lohnt.
Gerade diese offene Atmosphäre des Stadtteil-Cafes ist Voraussetzung für ein lockeres unverbindliches Zusammentreffen von Menschen mit und ohne Behinderung. Es bieten sich viele Gelegenheiten miteinander ins Gespräch zu kommen oder einfach nur einen guten Kuchen und einen Kaffee gemeinsam zu genießen.
Wir als Arbeitskreis Inklusion wollen nun an jedem 1.und 3. Mittwoch im Monat das Café bewirtschaften und jedem die Gelegenheit geben uns kennenzulernen.
Gerade Menschen mit Behinderung fällt der Schritt in die Öffentlichkeit nicht immer leicht. Oft liegt es daran, dass man sich manches nicht zutraut, oder Nichtbehinderte scheuen aus Unsicherheit und Unkenntnis die Begegnung.
Für uns soll der Mittwoch ein fester Bestandteil „unseres Tuns“ als AK werden. Wir freuen uns auf eine Begegnung in ungezwungener Atmosphäre.
Im Eingangsbereich wird dann eine hölzerne Pyramide zu sehen sein. Auf jedem einzelnen Holzteil steht etwas geschrieben, das mit Inklusion zu tun hat.
Na, neugierig geworden?
Wir freuen uns auf Alle - in einem Café für Alle.

Hinweis
auf Angebot für Beratungsgespräche für Menschen mit Behinderung im Rieselfeld
Frau Monika Dinger vom Caritasverband Freiburg-Stadt e.V. steht einmal im Monat zu einem Beratungsgespräch für Menschen mit Behinderung oder Angehörige von Menschen mit Behinderung im Glashaus des Rieselfeldes zur Verfügung. Der Januar-Termin 2012 findet am 25. Januar von 9:30 bis 11:30 im oberen Büro (1. OG.) statt.
Sie können dabei Informationen und Beratung zur Lebensplanung zu folgenden Fragestellungen erhalten.
- Welche finanzielle Hilfen steht ihnen zu?
- Welche Wohnungsform sind für ein selbst bestimmtes Leben möglich?
- Welche Dienstleistungsangebote und Hilfeeinrichtungen gibt es?
- Welche Freizeitmöglichkeiten gibt es?
Frau Dinger ist aber auch in ihrer Dienststelle in der Zähringerstraße 11 a unter der Telefonnummer 20892916 erreichbar, so dass Sie sich auch zu anderen Zeiten telefonisch beraten lassen oder aber per Telefon einen Beratungstermin vereinbaren können.



